Ein Stück Landauer Geschichte.

Das Böckingsche Haus wurde als frühklassizistisches Patrizierhaus um 1790 erbaut. Es ist als eines der bedeutensten bürgerlichen Bauwerke der Pfalz anerkannt. Es ist das Geburtshaus des bedeutenden Sprachwissenschaftlers Michel Brèal (1832 - 1915), dem Begründer der modernen Semantik, einem hochangesehenen Bildungsreformer, der als Erfinder der olympischen Disziplin des Marathon-Laufs gilt. Seinen Namen trägt das Haus, weil einer der Folgeeigentümer, der 1920 verstorbene Landgerichtspräsident Böcking, das Haus an die Stadt Landau verkaufte.
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Seitdem beherbergte das Haus das Protestantische Predigerseminar, Teile der Stadtverwaltung und die frühere Hauptstelle der örtlichen Sparkasse, die das Haus 1935 von der Stadt erwarb. Seitdem wechselte das Eigentum noch zweimal zwischen Stadt und Sparkasse, die heute Eigentümerin ist und im Erdgeschoss eine Hauptfiliale unterhält. Im Seminar- und Besprechungsraum unserer in der ersten Etage gelegenen Rechtsanwaltskanzlei befand sich zeitweise der Trausaal des Landauer Standesamtes. In unmittelbarer Nähe zum Böckingschen Haus befinden sich das „Kulturzentrum Altes Kaufhaus“, das Frank-Loebsche-Haus und das Rathaus der Stadt Landau.


 
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